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Malteser Eichstätt

Fahrt an die Adria vom 18. - 22.09.2013

27.09.2013
Nicht alle Wege sind immer behindertengerecht gestaltet, mit entsprechenden Hilfsmitteln, teils aus der langen Erfahrung herausentstanden und kreiert, und Muskelkraft stellten auch solche Herausforderungen keine Hürde dar.

Seit über Jahren gehört es schon zum alljährlichen Programm des Malteser Ortsvereins Preith e.V., dass einige Mitglieder ehrenamtlich als Pflegekräfte eine mehrtägige Fahrt mit behinderten, alten oder auch sonst sehr pflegebedürftigen Menschen aus dem Großraum München begleiten. In diesem Jahr lag das Ziel der Reisegruppe, bestehend aus rund 20 Rollstuhlfahren und etwa ebenso vielen Begleitern, in Lignano an der italienischen Adria.

Unter der organisatorischen und ärztlichen Leitung von Dr. Christa Grassl aus München, Pflegedienstleiter Tom Kemmetter vom Ortsverein Preith mit seinem Team sowie als geistlichen Begleiter der renommierte Pater Johannes Wrba SJ aus Wien absolvierte die Gruppe im Rahmen der fünftägigen Fahrt unter anderem eine Lagunenrundfahrt im Fischerboot, einen Besuch der ehemaligen Römerstadt Aquileia, dem einstigen wirtschaftlichen und kirchlichen Zentrum der Region, sowie eine weitere Schifffahrt über Murano zur ehemaligen Lagunenstadt Torcello, die älter als Venedig ist. Darüber hinaus  stand aber auch ausreichend freie Zeit für Aufenthalte am Strand, für Gemeinschaftsabende und schließlich für einen Abschlussgottesdienst am letzten Abend im Hotel zur Verfügung.

Natürlich stellt eine mehrtägige Fahrt von Personen mit Handicap vor allem auch die Organisatoren und Helfer immer wieder vor unvorhergesehene Probleme und Herausforderungen. Durch die hervorragende Vorarbeit bei den Planungen, die langjährigen Erfahrungen und die immer wieder beispiellose Zusammenarbeit, insbesondere auch mit der ebenfalls schon viele Jahre für diese gute Sache engagierten Busfahrerin Helga Stuckenberger aus Frontenhausen, bzw. mit allen ehrenamtlich mitwirkenden Helfern aus Preith und München, war keine Herausforderung und kein Problem zu groß, als dass man es nicht in gewohnter Weise spontan und unbürokratisch hätte lösen können.

Besonderer Dank galt daher am Abschiedsabend seitens der Leitung, aber auch der Helfer all diesen Personen, die freiwillig viele Stunden ihrer Freizeit in die Vorbereitung und Durchführung stecken und darüber hinaus auch noch selbst einen kleinen finanziellen Beitrag zur Deckung der Unkosten für die Fahrt leisteten. Wer so eine Fahrt bereits einmal begleiten und in der Pflege hautnah mithelfen durfte, kann aber nachvollziehen, welche Dankbarkeit einem widerfährt bzw. wie offensichtlich gut den Teilnehmern immer wieder diese Fahrten und die stets humorvolle Stimmung tun. Das ist sicherlich auch der Grund, warum Helfer, die einmal dabei waren, gleichsam wie „von einem Virus infiziert“, alle Jahre aufs Neue diese Verantwortung und Mühen bereitwillig und gerne ehrenamtlich auf sich nehmen. Abgesehen davon beweisen aber auch die Anmeldezahlen, meistens ist alle Jahre die Fahrt noch vor der der Bekanntmachung schon voll und die Warteliste lang, dass hier ein ganz wichtiger Dienst am Nächsten geschieht. Dies beschränkt sich jedoch nicht nur auf die Teilnehmer, auch für Helfer selbst ist der geleistete Dienst stets bereichernd und erfüllend.

Für das kommende Jahr steht vermutlich eine Fahrt in die Bundeshauptstadt Berlin auf dem Programm.

Artikel: Thomas Hollinger

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