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Malteser Eichstätt

Aktion Rollentausch

18.10.2011

Im Rahmen der Aktion „Rollentausch“ war Landrat Anton Knapp zu Gast bei den Maltesern und erhielt dabei Einblicke in den Bereich der Ausbildung der SchulsanitäterInnen.
Jedes Jahr bilden die Malteser in Eichstätt rund 40 Schülerinnen und Schüler der Maria-Ward-Mädchenrealschule, der Knabenrealschule Rebdorf sowie des Gabrieli- und Willibald-Gymnasiums zu Schulsanitätern aus und machen sie somit fit für den Einsatz in ihren Schulen. Das Aufgabenfeld der Schulsanitäter ist breit gestreut und beinhaltet unter anderem die Erstversorgung bei Notfällen, wie Unfällen im Sportunterricht oder in den Pausen, plötzlichen Erkrankungen und Vergiftungen. Weiter liegen die Alarmierung des Rettungsdienstes bei Notfällen und die regelmäßige Überprüfung und Ergänzung des Erste-Hilfe-Materials in der Verantwortung der Schulsanitätsdienste. Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, bedarf es einer fundierten und umfangreichen Ausbildung, welche einen Erste Hilfe Grundkurs, die Schulung in erweiterter Erster Hilfe und das Zusatzmodul „Schulsanitätsdienst“ erfordert, das gezielt auf die Gegebenheiten im Schulalltag vorbereitet. Dazu treffen sich die Schüler einmal wöchentlich von Oktober bis zu den Osterferien, um sich wichtige Kompetenzen anzueignen und diese in der Praxis zu üben.
Auch der Landrat konnte an diesem Nachmittag zusammen mit einer Gruppe von bereits ausgebildeten Schulsanitätern sein Erste Hilfe Wissen auffrischen. Das Übungs-Spektrum reichte dabei von verschiedenen Pflaster- und Verbandsarten über die Seitenlage bis hin zur Reanimation mit einem Defibrillator. Gemeinsam wurde schließlich mit einigen Stühlen ein Unfallwagen konstruiert, aus dem die Insassen gerettet werden sollten. Umgehend griffen die Schulsanitäter und Landrat Knapp ein und bargen gekonnt mit Anwendung des Rautek-Rettungsgriffes die Betroffenen, zu denen auch Malteser Diözesanoberin Cécile Bergmann und Diözesanleiter Guy Graf von Moy zählten. Zwar sehen sich die Schulsanitäter in der Realität eher selten mit solchen Notfällen konfrontiert, dennoch möchten sie nicht auf ihre Ausbildung verzichten: „Man traut sich viel eher im Ernstfall zu helfen, wenn man sich sicher fühlt und weiß was zu tun ist“, erklärt ein Rebdorfer Schulsanitäter. Wie wichtig dieser Aspekt des Selbstvertrauens ist, machte Diözesanausbildungsreferentin Christine Maier deutlich, indem sie eine Statistik anführte, nach der im Notfall immer noch neun von zehn Passanten aus Angst etwas falsch zu machen, wegsehen, anstatt zu helfen.
Am Ende des Nachmittages konnte Landrat Knapp Anregungen der Ausbilder und Schulsanitäter mitnehmen, wie etwa das Öffentlichmachen der Defibrillatorstandorte an zentralen Stellen der Stadt. Er zeigte sich sichtlich beeindruckt vom Wissen und Können der Schulsanitäter und bestärkte sie darin, weiterhin mit so gutem Beispiel in der Gesellschaft voran zu gehen: „Wenn sich jeder nur zurücklehnen würde, wären wir verloren“, so der Landrat.

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