Gesichtsvisiere und Spende für „Herzenswunschkrankenwagen“

Ingolstadt/Eitensheim Über 600 Gesichtsvisiere fertigte die Eitensheimer Firma Brandl mittels ihres 3D-Druckers in den vergangenen Monaten. Während der „heißen Phase“ der Corona-Krise, in der angemessene Schutzausrüstung Mangelware war, waren vor allem Zahnärzte, Ärzte und Therapeuten auf diese angewiesen. „In dieser Notsituation merkt man erst, wie leicht es ist, schnell und unbürokratisch Hilfe zu leisten“, so Thomas Brandl. Nach den Berichten in den sozialen Medien und in der Tageszeitung über die Anfertigung der Visiere, begann dann der Ansturm. Den Service nahmen dabei Personen unterschiedlichster Spaten in Anspruch. Neben Ärzten und Krankenhäuser bestellten u.a. die Tafel, die Straßenambulanz, Friseure, aber auch Privatpersonen, die unter die Risikogruppe fielen. Für Kindergärten und die Kinderchirurgie war es besonders wichtig, dass die Kinder die Mimik und Gestik der Erwachsenen wieder wahrnehmen können. Die Firma hat nie Geld für die Visiere verlangt, sondern kurzerhand eine Spendenbox aufgestellt. Stolze 2700 Euro brachten die freiwilligen Abgaben für den Gesichtsschutz ein. 1100 Euro Erlös aus dem Kaffee- und Kuchenstand an den Hausmessen, kurz vor Ausbruch der Pandemie, kommen noch hinzu. So war es Julia und Thomas Brandl möglich, insgesamt 3800 Euro an das Projekt „Herzenswunschkrankwagen“ der Malteser Ingolstadt zu spenden. Zusätzlich gab es noch rund 40 Gesichtsvisiere für die Malteser oben drauf, damit sie ihrer Arbeit immer gut geschützt nachgehen können. Der Leiter Einsatzleiter Stefan Neumair nahm sowohl den Scheck als auch die Schutzausrüstung dankbar entgegen. Der „Herzenswunschkrankenwagen“ erfüllt Menschen ihren letzten Wunsch und beschert unheilbar Kranken, meist Krebskranken darunter auch Kinder, noch einmal einen ersehnten Glücksmoment. Seit über einem Jahr gibt es dieses großartige Projekt in der Diözese Eichstätt, das sich allein durch Spenden finanziert und von Ehrenamtlichen durchgeführt wird. Die Fahrten, im vergangenen Jahr waren es neun, organisiert Stefan Neumair und er freut sich, „denn endlich dürfen sie demnächst mit einer Reise nach Berlin wieder loslegen“. Mit dem eigenen Herzenswunsch-Krankenwagen machen sich die Erkrankten unter bester medizinischer Betreuung auf ihre letzten Reise, nicht selten ist die ganze Familie dabei. Thomas Brandl findet das Projekt großartig, weshalb er seine Spende gerne dorthin schickt. „Von der Region, für die Region“ so Brandl. (Fcr)