Hospizarbeit, Palliativmedizin und Trauerbegleitung

Wir Malteser haben unsere Anfänge als Hospitalitätsorden mit der modernen Hospizbewegung verbunden. Aus dieser Ordensgeschichte rührt der Auftrag her, "den Herren Kranken zu dienen“. Wir sehen dies heute als eine besondere Verpflichtung und zugleich als Ausdruck unserer spirituellen Wurzeln, aus denen heraus die Umsetzung der Hospizidee getragen wird. 

Hospizarbeit gründet auf der Idee, durch ganzheitliche Zuwendung einen vertrauten Raum zu schaffen, in dem der Mensch bis zuletzt in Würde leben darf, ohne Angst, dass sein Leben künstlich verlängert oder verkürzt wird.Dies schließt die Hoffnung auf Gesundung ebenso ein wie die Hoffnung auf ein Weiterleben nach dem Tode.

Wir bieten ein abgestuftes Konzept ambulanter und stationärer Hospiz- und Palliativarbeit für schwerstkranke Erwachsene und deren Angehörige an.

Trauer um Sternenkinder

Sternenkinder-Trauergruppe

Sternenkinder-Trauergruppe

Gesprochen wird über das Geschehene selten, vergessen tut man es aber nie: „Sternenkinder“ nennt man Babys, die vor, während oder kurz nach der Geburt sterben. Für „Sternenkinder“-Eltern bieten die Malteser in Eichstätt eine offene Trauergruppe an, die sich wegen der Corona-Pandemie derzeit nur online treffen kann.

„Sprechen ist sehr wichtig, dafür bieten wir Raum und Zeit. Da das Zusammenkommen in der Gruppe schon seit einem Jahr nicht nicht möglich ist - und von vielen Teilnehmern sehr vermisst wird -, bieten wir nun Online-Treffen an“, erklärt Patricia Hiemer. Die 54-Jährige Pfalzpainterin, die 2007 als Betroffene zur „Sternenkinder“-Gruppe der Malteser kam, ist ausgebildete Trauerbegleiterin und leitet die Treffen ehrenamtlich. 

Die „Sternenkinder“-Trauergruppe ist eine offene Gruppe, in die man jederzeit einsteigen kann.  „Im  Austausch mit anderen Betroffenen werden auch Themen wie Väter- und Geschwistertrauer oder die Chancen, die Rituale uns bieten können, besprochen“, erklärt Hiemer. Sie hoffe, dass bald wieder persönliche Treffen möglich werden, freue sich aber nun über die Möglichkeit, wenigstens online zu Gesprächen einladen zu können.

Die erste Online-Treffen der Trauergruppe „Sternenkinder“ finden am ersten 29. April von 18 bis 19.30 Uhr auf „Zoom“ statt. Wer teilnehmen möchte, kann sich unter Telefon (08421) 9807-15 oder per E-Mail (hospizdienst.eichstaett@malteser.org) anmelden und bekommt dann den Link zur Teilnahme zugeschickt.

Bestattung von Sternenkindern

Bestattung von Sternenkindern

Ihr Kind wird auf jeden Fall bestattet. Die Bestattung ist unabhängig von Religions- und Konfessionszugehörigkeit. Sie ist kostenfrei.

Sie haben zwei Möglichkeiten der Bestattung:

  • Sie veranlassen die Bestattung Ihres Kindes im Familiengrab.
  • Wir bestatten Ihr Kind gemeinsam mit anderen Sternenkindern in der Grabstelle für totgeborene Kinder im Friedhof Rebdorf in Eichstätt.

Sehr gerne begleiten wir Sie bei der Abschiedsfeier. Das Kindergrab und die Trauernische in der Schutzengelkirche bieten immer Raum für Trauer und Begegnung.

Nächster Termin für Bestattungen in Rebdorf: 27. Juli 2021

Ehrenamtsgruppe

Ehrenamtsgruppe

Um die Pflege des Rebdorfer Kindergrabes kümmert sich eine Ehrenamtsgruppe der Eichstätter Malteser. Die Gruppe sorgt außerdem für eine angemessene, kreative Gestaltung von Sternekinder-Begräbnissen.

Infos und Kontakt: anke.thiede2@malteser.org, Telefon (08421) 980722

Hospiz- und Palliativdienst

Der ambulante Hospiz- und Palliativberatungsdienst wurde 1996 gegründet und ist ein fester Bestandteil in der Versorgungsstruktur im Landkreis Eichstätt. Wir sind im Kernteam des palliativmedizinischen Dienstes der Klinik Eichstätt tätig. Der Dienst besteht aus einem großen ehrenamtlichen Team und drei hauptamtlichen Kräften.

Wie können Sie Hilfe anfordern?

Ein erster Schritt ist ein Anruf von Ihnen oder Ihrer Angehörigen bei uns. Zu einem ersten Gespräch trifft sich eine unserer Koordinatorinnen gerne mit Ihnen bei uns im Büro oder besucht Sie zu Hause, in einer Senioreneinrichtung oder Krankenhaus. Wir sind ohne Zeitdruck für Sie da und unterliegen selbstverständlich der Schweigepflicht.

Unsere Hilfe kostet Sie nichts!

Begleitung in der Zeit der Trauer

  • Einzelgespräche nach Vereinbarung
  • Trauergruppe für Kinder
  • Trauergruppe bei Partnerverlust
  • Achtsamkeit für Trauernde
  • Sternenkindergruppe: Gesprächskreis für Trauernde nach einer Fehlgeburt, Frühgeburt oder Verlust in der frühen Lebenszeit
  • Trauerwandern
  • Oasentage für Trauernde
  • Gedenkgottesdienste
  • Fortbildungen und Vorträge
Hospizbegleiter werden

Hospizbegleiter werden

Die Nachricht, schwer krank zu sein, vielleicht nur noch eine begrenzte Zeit zu leben, macht vielen Menschen Angst und kann einem den Boden unter den Füßen wegziehen. Ehrenamtliche Hospizbegleiter bieten in dieser herausfordernden Situation ihre Unterstützung an. Der Schwerpunkt in der Unterstützung des ambulanten Hospizdienstes liegt in der psychosozialen Unterstützung. Dabei ist der wichtigste Aspekt dieser Arbeit das "Da sein" und „Zuhören“ für den Patienten und die Angehörigen. 

Unsere Hospizbegleiter/innen stellen sich mit ihrer Persönlichkeit, ihren besonderen Fähigkeiten und dem in der Ausbildung erworbenen Wissen zur Verfügung, um achtsam die Aufgabe als Wegbegleiter zu erfüllen. Wer sich ehrenamtlich engagiert, ist bereit, etwas von sich zu verschenken. In erster Linie ist es ZEIT, eigene Lebenszeit, die Sie schwerkranken Mitmenschen schenken. 

Wer sich zum Hospizbegleiter ausbilden lassen möchte, sollte:
- fähig sein zur Selbstreflexion
- offen sein für existentielle Fragen
- es selbstverständlich finden, die SELBSTBESTIMMTHEIT des Menschen bis zum Lebensende zu achten

Der Hospizdienst bietet regelmäßig eine Ausbildung zur ehrenamtlichen Hospizbegleitung an. 

Orientierungswochenende Hospizbegleiter

Orientierungswochenende Hospizbegleiter

Wer bereit ist, sich mit den Themen Sterben, Tod und Trauer auseinander zu setzen und sich ehrenamtlich engagieren will, für den ist die Mitarbeit im Hospizdienst das Richtige. Mehr darüber, wie man Menschen auf ihrem letzten Weg beisteht, und über die Ausbildung zum ehrenamtlichen Hospizbegleiter, erfährt man beim Orientierungswochenende.

Nächster Termin:
17.09.21., 17:00 – 20:00 Uhr
18.09.21., 09:00 – 16:30 Uhr
19.09.21., 09:00 – 13:00 Uhr

Ort: Ignaz-Günther-Schule, Hofbauernfeld 1, 93336 Altmannstein

Information und Anmeldung: Telefon (08421) 9807-15 oder -77, hospizdienst.eichstaett@malteser.org

 

Trauerbegleiter werden

Trauerbegleiter werden

Möchten Sie ehrenamtlicher Trauerbegleiter werden?

Die Begleitung von Menschen mit Verlusterfahrungen ist eine bedeutsame Aufgabe. Sie erfordert fachliche und soziale Kompetenz. Wenn Sie ehrenamtlich als Trauerbegleiter tätig werden möchten, haben Sie bestenfalls unseren Hospizbegleiterkurs besucht. Doch auch als „Quereinsteiger“ haben Sie Möglichkeiten sich ehrenamtlich zu engagieren. Der erste Schritt ist behutsam in unsere Angebote hineinzuschnuppern. Diese Möglichkeit besteht z.B. bei einer Trauerwanderung, Oasentag, oder Gottesdienst, um ein Gefühl für die ehrenamtliche Tätigkeit zu bekommen. 

Wer als ehrenamtlicher Trauerbegleiter tätig werden möchte, sollte:

  • fähig sein zur Selbstreflexion
  • Teamfähigkeit
  • die Bereitschaft mitbringen, sich mit existentiellen Fragestellungen auseinander setzten zu können
  • fähig sein, eine Begleit-Haltung zu entwickeln

Nähere Informationen geben wir Ihnen gerne in einem persönlichen Gespräch oder an einem unserer Informationsabende.

Ihre Ansprechpartner für die Diözese Eichstätt

Regina Sterz
Koordination Ambulanter Hospiz- und Palliativberatungsdienst/Trauerarbeit
Tel. (08421) 9807-77
Nachricht senden

Ingrid Fieger
Koordination Ambulanter Hospiz- und Palliativberatungsdienst/Trauerarbeit
Tel. (08421) 9807-15
Nachricht senden

Anke Thiede
Koordination Ambulanter Hospiz- und Palliativberatungsdienst/Trauerarbeit und Referat Soziales Ehrenamt
Tel. (08421) 9807-22
Nachricht senden